Gemeinsame Pressekonferenz am 23. Juli 2007 im Landratsamt Waiblingen
Zusammenfassung der Statements

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Der Übergang von der Schule in das Berufsleben ist für Jugendliche eine der größten Herausforderungen. Um einem „Wildwuchs“ bei den Angeboten der Berufsorientierung vorzubeugen, haben die relevanten Träger im Rems-Murr-Kreis bereits seit längerer Zeit eine „strategische Allianz“ mit der Agentur für Arbeit gebildet. Die gewachsene partnerschaftliche Zusammenarbeit kommt auch durch unsere gemeinsame Trägerschaft beim „Aktionstag Berufswelt“ zum Ausdruck. Durch die nun geplante Berufsausbildungsmesse entsteht ergänzend dazu eine ideale Informations- und Kommunikationsplattform für Jugendliche und Ausbildungsbetriebe.

Die professionelle Durchführung der Veranstaltung in den Jahren 2008 bis 2010 ist durch das großzügige Sponsoring der Kreisvereinigung der Volksbanken Raiffeisenbanken im Rems-Murr-Kreis gesichert. Das Sponsoring drückt in vorbildlicher Weise die Bereitschaft der Volks- und Raiffeisenbanken aus, Verantwortung zu übernehmen für unseren Wirtschaftsstandort, für unsere Gesellschaft, für die Menschen im Rems-Murr-Kreis. Ich spreche den Volks- und Raiffeisenbanken dafür meinen Dank und meine Anerkennung aus.

  Johannes Fuchs


Johannes Fuchs,
Landrat des Rems-Murr-Kreises

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Waiblingen ist für viele Jugendliche eine wichtige erste Kontaktstelle zu den möglichen Berufen. Das „Bündnis zur Stärkung der beruflichen Ausbildung in Baden-Württemberg“ fordert von den örtlichen Agenturen mindestens eine Maßnahme zur vertieften Berufsorientierung. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler, insbesondere Hauptschüler und Jugendliche mit Migrationshintergrund, besser auf die Berufswahl vorzubereiten. Aus diesem Grund ist uns die Ausbildungsmesse ein hohes Anliegen.

Wenn wir die Situation der Schulabgänger im Rems-Murr-Kreis ansehen, stellen wir ab 2009 einen Rückgang der Schüler fest. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass das Potenzial an geeigneten Kandidaten für eine Ausbildungsstelle sinkt. Gleichzeitig ist die Stellen-Bewerber-Relation in den Berufen sehr unterschiedlich. Die beliebtesten Berufe bei jungen Frauen und Männern haben sich trotz mannigfacher Aufklärungsarbeit gegenüber den Vorjahren nur unwesentlich verändert. Gerade um diese Aufklärungsarbeit voranzutreiben, brauchen wir die zentrale Ausbildungsmesse.

  Annette Schanbacher


Annette Schanbacher,
Agentur für Arbeit Waiblingen

Die aktuell gute Konjunkturentwicklung verstärkt den Fachkräftebedarf der Unternehmen deutlich. Die Zahl der offenen Stellen in der Region wächst. Vor diesem Hintergrund lassen uns die demographische Entwicklung sowie die durch Pisa-Studien dokumentierten Bildungsdefizite für die nahe Zukunft einen Fachkräftemangel befürchten. Viele Unternehmen tun sich mittlerweile schwer damit, passende Arbeitskräfte zu finden. Die steigende Konkurrenz um qualifizierte Arbeitnehmer begrenzt den Aufschwung in Deutschland.

Ein wichtiger Ansatz liegt in der beruflichen Ausbildung. Im Rems-Murr-Kreis möchte die IHK-Bezirkskammer zusammen mit den Kooperationspartnern mit der kreisweiten Berufsausbildungsmesse jungen Menschen sowie Ausbildungsbetrieben eine professionelle Plattform bieten. Hier kann den Orientierungsbedürfnissen der Schüler entsprochen werden, und die Unternehmen werden bei der Gewinnung der zukünftigen Fachkräfte unterstützt. Die Schüler von heute sind die Fachkräfte von morgen!

  Hans-Martin Gayer


Hans-Martin Gayer,
Leitender Geschäftsführer der IHK-Bezirkskammer Rems-Murr

Karriere im Handwerk, das heißt Chancen, Vielfalt und Kreativität. Wie kaum ein anderer Wirtschaftsbereich lässt das Handwerk Raum für die individuelle Karriere. Von A wie Augenoptiker bis Z wie Zweiradmechaniker stehen im Handwerk mehr als 100 Ausbildungsberufe zur Wahl. Das breite Spektrum umfasst Hightech-Berufe ebenso wie Tätigkeiten, die kaufmännisches oder künstlerisches Können erfordern.

Leider sind die vielseitigen, vielfältigen und interessanten Ausbildungsmöglichkeiten, welche das Handwerk bietet, vielfach nicht bekannt. Ebenso ist der Öffentlichkeit – und damit auch zu vielen Schülerinnen und Schülern – nicht bekannt, welche guten beruflichen Perspektiven im Handwerk geboten sind. Um dieses Informationsdefizit abzubauen, wollen die Kreishandwerkerschaft und ihre Innungen im Verbund mit der Handwerkskammer Region Stuttgart und den betroffenen Landesinnungsverbänden die zentrale Berufsausbildungsmesse im Rems-Murr-Kreis mittragen und mitgestalten.

  Roland Wöhr


Roland Wöhr,
Kreishandwerksmeister, Kreishandwerkerschaft Rems-Murr

Erfolgreiche Nachwuchsarbeit in den Unternehmen ist – auch angesichts des demografischen Wandels – entscheidend für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Metall- und Elektroindustrie. Nachwuchstalente zu gewinnen ist eine Herausforderung für unsere Unternehmen – und: Herausforderungen wollen angenommen werden. Ich freue mich, dass Südwestmetall zum Trägerkreis der Berufsausbildungsmesse im Rems-Murr-Kreis gehört.

Wir wollen damit unserer Mitverantwortung für die regionale Wirtschaft – Stichwort „Fachkräftemangel“ gerecht werden, aber auch Verantwortung für die junge Generation übernehmen, um die einen – die Wirtschaft – mit den anderen – den Jungen – zu beiderseitigem Nutzen zusammenzubringen. Und wir wollen dabei mit all denjenigen sichtbar kooperieren, die sich in der beruflichen Bildung und Berufsorientierung engagieren.

Sieben zusammen sind mehr als sieben Einzelne!

  Dr. Isabell Becker


Dr. Isabell Becker, Geschäftsführerin Südwestmetall, Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V., Bezirksgruppe Rems-Murr

Die berufliche Orientierung von Jugendlichen beginnt nicht erst mit dem Ende der Schule. und sie endet nicht mit dem Beginn der Lehre. Trotz vieler Angebote der beruflichen Orientierung ist der Weg in die Ausbildung besonders für benachteiligte Jugendliche ein großes Problem. In der Regel brauchen sie Unterstützung durch Eltern, LehrerInnen, SozialpädagogInnen oder andere hilfreiche Kräfte.

Die Mitarbeit im Trägerkreis der Ausbildungsmesse „Fokus Beruf 08“ bietet dem Kreisjugendring die Möglichkeit, vor allem schwächeren und benachteiligten Jugendlichen ein breites Spektrum an Informations- und Ausbildungsmöglichkeiten im Rems-Murr-Kreis aufzuzeigen. Die Herausforderung wird darin bestehen, benachteiligte Jugendliche auf diese Ausbildungsmesse vorzubereiten und sie in den direkten Dialog mit Wirtschaftsunternehmen des Rems-Murr-Kreises zu versetzen. So mancher Schüler wird aufgrund dieser Gespräche und Kontakte auf der Messe einen interessanten Ausbildungsplatz bekommen.

  Daniel Mouratidis


Daniel Mouratidis,
Mitglied des Vorstands, Kreisjugendring Rems-Murr e.V.

Wir haben uns als Kreisvereinigung der Volksbanken Raiffeisenbanken im Rems-Murr-Kreis gerne dazu entschlossen, eine zentrale Berufsausbildungsmesse durch unser Sponsoring möglich zu machen. Denn die Messe erreicht Schüler, Lehrer, Eltern und Ausbildungsbetriebe in unserem Marktgebiet gleichermaßen – und damit unsere Kunden bzw. unsere zukünftigen Kunden. Die Volksbanken Raiffeisenbanken sind lokal verankert und regional engagiert.

Unser Sponsoring zeigt erneut, dass die Volksbanken Raiffeisenbanken Partner des Mittelstandes und der Region sind: Unsere Region, ihre Betriebe und die Menschen, die hier leben, liegen uns am Herzen. Durch unseren finanziellen Beitrag zur Berufsausbildungsmesse wollen wir helfen, Zukunftsperspektiven zu bieten.

Die Messe wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass künftig im Rems-Murr-Kreis Angebot und Nachfrage in der Berufsausbildung besser zusammenfinden.

  Alfred Meßmer


Alfred Meßmer, Vorsitzender der Kreisvereinigung der Volksbanken Raiffeisenbanken im Rems-Murr-Kreis

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