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Berufsausbildungsmesse: Alle ziehen an einem Strang

Unter dem Motto „Fokus Beruf” bereitet ein Trägerkreis eine Messe für Schulabgänger vor - Volksbanken als Generalsponsor.
WAIBLINGEN. Der Übergang von der Schule zum Beruf sei für junge Menschen eine große Herausforderung, sagt der Landrat Johannes Fuchs. Eine Berufsausbildungsmesse im kommenden Frühjahr soll bei der wichtigen Entscheidung Hilfestellungen geben.

VON HARALD BECK
Eine „vorbildliche Gemeinschaftsleistung” nennt der Landkreis das Projekt einer Messe für diejenigen, die sich daran machen, sich über ihre beruflichen Möglichkeiten zu informieren. Für das Projekt „Berufsausbildungsmesse” haben sich nämlich die Agentur für Arbeit, die Bezirkskammer der IHK, die Kreishandwerkerschaft, der Arbeitgeberverband Südwestmetall, der Kreisjugendring und die Wirtschaftsförderung des Kreises zu einem gemeinschaftlichen Trägerkreis zusammengefunden. Und als Hauptsponsor steuern die Volks- und Raiffeisenbanken des Kreises für die Jahre 2008 bis 2010 insgesamt 150 000 Euro als Grundfinanzierung bei.

Freitags und samstags, am 7. und 8. März, wird die erste der vorläufig drei Messen für Berufssuchende im Waiblinger Berufsschulzentrum stattfinden. Mindestens 60 ausbildende Betriebe sollen dort mit von der Partie sein, sagt der Kreiswirtschaftsförderer Johannes Berner - möglichst auch mehr, soweit sich dies räumlich umsetzen lässt. Die beiden Sporthallen des Schulzentrums bieten zusammen rund 2400 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Mit Hilfe der Sponsorengelder, ergänzt durch Förderungsmittel der Bundesagentur für Arbeit, werde es auf jeden Fall möglich sein, die Standgelder für die teilnehmenden Betriebe so günstig zu halten, dass auch kleinere Firmen nicht ausgeschlossen werden. Denn gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen soll eine Plattform für die Nachwuchsrekrutierung geboten werden. Zweck der Berufsausbildungsmesse ist es, ein möglichst breites Informations- und Kontaktangebot zwischen Schulabgängern und Ausbildungsbetrieben herzustellen. Zusätzlich zu den persönlichen Begegnungen an den Messeständen ist ein breites Angebot an Workshops zu Berufs-, Ausbildungs-und Bewerbungsthemen geplant. Der erste Messetag zielt dabei vor allem auf Schulklassen ab. Der Messesamstag ist der Familientag.

Als erste Anlaufstelle für Schulabgänger bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz verbinde die Agentur für Arbeit mit dem Projekt das Ziel, dass „jeder Jugendliche ein Angebot bekommen kann”, sagte Berufsberaterin Annette Schanbacher bei der Vorstellung der Messepläne: „Ein großes Projekt, das ich gerne begleite.” Die Schüler von heute seien die Fachkräfte von morgen, betonte Hans-Martin Gayer, der Bezirksgeschäftsführer der IHK und verwies auf den drohenden und Fachkräftemangel. Kreishandwerksmeister Roland Wöhr sieht die Chance, Ausbildungsberufe im Handwerk zu beseitigen. Und auch bei Südwestmetall will man laut Bezirksgeschäftsführerin Isabell Becker die Messe „als regionales Vehikel bei der Herausforderung, Nachwuchstalente zu gewinnen”. Im Trägerkreis sieht sich der Kreisjugendring vor allem als Anwalt derer, die wegen unterschiedlicher Benachteiligungen schlechtere Chancen auf dem Ausbildungsmarkt haben, sagt Daniel Mouratidis: „Der Informationsbedarf ist enorm.”

Bei der Vorstellung der Messepläne im Waiblinger Landratsamt haben die Vertreter der Volksbanken und die weiteren Beteiligten zugleich die Sponsorenverträge unterzeichnet. „Die Region liegt uns am Herzen”, sagte stellvertretend für die Banken Alfred Meßmer, Vorsitzender der Fellbacher Bank. „Wir wollen helfen, Zukunftsperspektiven zu entwickeln und Angebot und Nachfrage zusammenzuführen.”

 

26. Juli 2007
Stuttgarter Zeitung
Ausgabe Rems-Murr-Kreis
von Harald Beck

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